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Antonio Vivaldi: Concerto grosso op.3/11

  1. Allegro - Adagio e Spiccato - Allegro
  2. Largo e Spiccato
  3. Allegro

Vivaldi war in seiner ersten Schaffensperiode Violinlehrer am Ospedale della Pietà, einem Heim für Waisenmädchen in Venedig. Er betreute dort auch das Orchester, das unter seiner Leitung einen legendären Ruf errang und zahlreiche Italienreisende anlockte.

Für das Ospedale entstand auch der Zyklus “L'estro armonico” (“Die harmonische Eingebung”). Die 12 Concerti grossi des Zyklus hatten einen enormen Einfluss auf viele europäische Komponisten und lösten ein regelrechtes Vivaldi-Fieber aus.

Das Concerto No 11, wohl das bekannteste des Zyklus, hat Johann Sebastian Bach dermaßen beeindruckt, dass er es für Orgel bearbeitete.

Erich W. Korngold: Suite op. 23

  1. Präludium und Fugue
  2. Walzer
  3. Groteske
  4. Lied
  5. Rondo-Finale

Bei Erich Wolfgang Korngold denken die Meisten an üppige, klangvoll orchestrierte Filmmusik für alte Hollywood-Streifen wie z.B. Robin Hood mit Erroll Flynn. Vor seiner Emigration nach Los Angeles, um dem Nationalsozialismus zu entkommen, war Korngold jedoch ein vielbeachteter Vertreter der spätromantischen Moderne, wovon neben seinen bekannten Opern “Die tote Stadt” oder “Das Wunder der Heliane” auch seine zahlreichen Kammermusikwerke zeugen.

In seiner Suite op. 23 wählt Korngold einen erzählenden Tonfall, der spätromantische Melodien mit scharfen Dissonanzen kontrastiert, und damit dem Werk seinen schrägen Charakter verleiht.

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Die eigenartige Besetzung der Suite op. 23 für zwei Geigen, Cello und Klavier für die linke Hand ist dem Pianisten Paul Wittgenstein geschuldet, der im ersten Weltkrieg seine rechte Hand verloren hatte. Für ihn sind in dieser Zeit zahlreiche Kompositionen eigens nur für die linke Hand enstanden.