Kaleidoskop

Wolfgang A. Mozart: Kegelstatt Trio

  1. Andante
  2. Menuetto
  3. Rondo Allegretto

Das Kegelstatt-Trio verdankt seinen Namen dem (wohl falschen) Gerücht, dass Mozart sein Trio in Es Dur für Klarinette, Viola und Klavier beim Kegeln komponiert haben soll. Vielmehr dürfte er es aus Freundschaft zu seiner Klavierschülerin Franziska von Jacquin und dem Klarinettisten Anton Stadler geschrieben haben, um es gemeinsam mit ihnen - er selbst spielte die Bratsche - in ganz privatem Rahmen zu spielen. Von der tiefen Verbundenheit der drei Freunde zeugt die Innigkeit und private Atmosphäre des Stückes, die so gar nicht zum lautstarken Treiben einer Kegelbahn passt.

Die für die damalige Zeit ausgesprochen ungewöhnliche Besetzung des Trios führte dazu, dass es bald für verschiedenste andere Besetzungen adaptiert wurde. Bereits in der ersten Verlagsausgabe wurde zur Klarinettenstimme alternativ eine Transkription für Violine gesetzt. Für dieses Konzert wurde das Trio gar für Violine, Cello und Akkordeon adaptiert.

Bohuslav Martinů: Klaviertrio No.2 in D-Moll

  1. Allegro moderato
  2. Andante
  3. Allegro

Bohuslav Martinů, geboren in der kleinen tschechischen Marktgemeinde Polička, bekam seine wesentlichsten kompositorischen Impulse im Paris der Zwischenkriegszeit, ehe er vor den Nationalsozialisten in die USA fliehen musste. Als die geplante Rückkehr in seine Heimat nach Kriegsende am kommunistischen Regime scheiterte, fiel er, von Heimweh geplagt, in eine tiefe Depression.

Martinůs Musik ist geprägt von einer wehmütigen Sehnsucht nach seiner Heimat, deren folkloristische Elemente er mit einer ganz eigenen Mischung von Stilelementen verbindet, die neben der neoklassizistischen französischen Musik der Zwischenkriegszeit auch von Jazz, barocken Konzerten und Madrigalen der Renaissancemusik beeinflusst sind. Das Trio No. 2 entstand 1950 zur Einweihung der Hayden-Library des MIT (Massachusetts Institute of Technology).

Astor Piazzolla: La Muerte del Angel

Astor Piazzolla hauchte dem im Traditionalismus erstarrten Tango Argentiniens völlig neues Leben ein, indem er moderne Elemente aus Klassik, Jazz und Pop mit den Grundelementen des Tango verknüpfte. Von den Traditionalisten wurde er deswegen anfangs zwar dermaßen angefeindet, dass er und seine Familie sich in Buenos Aires kaum auf die Straße wagen konnten. Heute gilt Astor Piazzolla mit seinem charakteristischen Stil, dem “Tango Nuevo”, jedoch als einer der bedeutendsten Musiker Südamerikas.

La Muerte del Angel (“Der Tod des Engels”) ist Teil einer 1962 komponierten Schauspielmusik, eines Frühwerks von Astor Piazolla. Die verschiedenen Stilelemente sind in diesem Stück besonders markant, schließlich beginnt es mit einer rhythmisch akzentuierten Fuge, die im Mittelteil von einem schwärmerischen Gesang unterbrochen wird, um am Ende wieder mit für den Tango typischen rhythmischen Klangexplosionen wiederzukehren.

David Balakrishnan: Skylife (arr. aoide-Trio)

Skylife ist ein rockiges Stück, das David Balakrishnan für die gleichnamige CD des von ihm gegründeten Turtle-Island-Quartett komponiert hat, dem ersten Streichquartett, das sich völlig dem Jazz verschrieben und damit eine neue Tür für diese klassische Kammermusikbesetzung aufgestoßen hat. In seinen Kompositionen kombiniert Balakrishnan Jazz mit Stilelementen klassischer europäischer und indischer Musik sowie amerikanischer Folklore.