Wolfgang A. Mozart: Divertimento à 3 in B-Dur, KV 254

  1. Allegro assai
  2. Rondo - Tempo di Menuetto

Mozarts Divertimento kann als Ausgangspunkt seiner Klavierkammermusik gesehen werden. Er schrieb es 1776, in der Zeit, die er zwischen den Reisen seiner Kindheit und dem großen Parisabenteuer bei seiner Familie in Salzburg verbrachte und die wohl am besten als seine Salzburger "Flegeljahre" bezeichnet werden können.

Nie um Pointen und Scherze verlegen, saß ihm in dieser Zeit auch beim Komponieren der Schalk im Nacken. Während er jedoch in seinen Umgangsformen eher zu derben Späßen neigte, fügen sich die Pointen und Überraschungen in den schwungvollen Ecksätzen seines Divertimento so raffiniert und subtil in den Fluss der Musik ein, dass sie im Nachhinein stets wie selbstverständlich erscheinen und alles andere als derb wirken.

Ludwig von Beethoven: Klaviertrio op.1 Nr. 3 in c Moll

  1. Allegro con brio
  2. Andante cantabile con variazione
  3. Menuetto quasi allegro
  4. Prestissimo

Beethovens Klaviertrio in c-Moll ist der letzte Teil jenes Zyklus, den Beethoven seinem kompositorischen Schaffen unter dem Titel "Trois Trios Pour le Piano-Forte, Violon et Violoncelle" als Opus 1 voranstellte. Von den drei Trios des Zyklus lag ihm selbst dieses am meisten am Herzen, hat er doch darin auf revolutionäre Weise den traditionellen stilistischen Rahmen der Kammermusik gesprengt. Einfache Motive werden in abwechslungsreichen thematischen und klanglichen Variationen mit einer dramaturgisch ausgefeilten Instrumentation zu einem nahezu opernhaften Feuerwerk unterschiedlicher Charaktere und Gefühle verdichtet. Die oft überraschenden Wendungen und Modulationen steigern noch die Dramatik dieser durch und durch motivisch ausgestalteten Komposition.

Astor Piazzolla: Verano und Otoño Porteño aus Las Cuatro Estaciones Porteñas

  1. Verano Porteño
  2. Otoño Porteño

Astor Piazzolla schrieb "Verano Porteño" (Sommer in Buenos Aires) 1964 als Eröffnung des Balletts "Concierto del Angel". Erst Jahre später hat er diesen Satz zu einem ganzen Zyklus "Las Cuatro Estaciones Porteñas" (Die Vier Jahreszeiten) ergänzt. Dass er sich dabei schon von Anfang an auf den Zyklus von Vivaldi bezogen hat, zeigt das Zitat aus dessen "Winter" am Ende des "Verano" (den entsprechend verschobenen Jahreszeiten auf der südlichen Hemisphäre Rechnung tragend).

1969 hat er mit dem "Otoño Porteño" (Herbst in Buenos Aires) den zweiten Teil vollendet. In "Las Cuatro Estaciones Porteñas" vereint Piazzolla Stilelemente verschiedenster Herkunft: Die typischen Rythmen und Harmonien des argentinischen Tangos gestaltet er mit den Kompositionstechniken der neuen europäischen Musik verbunden mit Elementen des Jazz.