Wolfgang A. Mozart: Divertimento à 3 in B-Dur, KV 254

  1. Allegro assai
  2. Rondo - Tempo di Menuetto

Mozarts Divertimento kann als Ausgangspunkt seiner Klavierkammermusik gesehen werden. Er schrieb es 1776, in der Zeit, die er zwischen den Reisen seiner Kindheit und dem großen Parisabenteuer bei seiner Familie in Salzburg verbrachte und die wohl am besten als seine Salzburger "Flegeljahre" bezeichnet werden können.

Nie um Pointen und Scherze verlegen, saß ihm in dieser Zeit auch beim Komponieren der Schalk im Nacken. Während er jedoch in seinen Umgangsformen eher zu derben Späßen neigte, fügen sich die Pointen und Überraschungen in den schwungvollen Ecksätzen seines Divertimento so raffiniert und subtil in den Fluss der Musik ein, dass sie im Nachhinein stets wie selbstverständlich erscheinen und alles andere als derb wirken.

Joseph Haydn: Trio in g-Moll, Hob.XV:19 (op.70 Nr. 2)

  1. Andante - Presto
  2. Adagio ma non troppo
  3. Presto

Haydns Klaviertrio Nr. 33 Hob. XV 19 in g-moll für Geige, Cello und Klavier stammt aus dem Jahr 1794. Es war eines der ersten Werke Haydns, das er ausdrücklich für Klavier und nicht, wie damals noch üblich, für ein beliebiges Tasteninstrument schrieb. Einem virtuosen Andante/Presto, als Variationssatz gestaltet, folgt ein kantabler 2. Satz und als Abschluss ein rasantes Presto.

Astor Piazzolla: Vier Jahreszeiten (Las Cuatro Estaciones Porteñas)

  1. Primavera Porteña
  2. Verano Porteño
  3. Otoño Porteño
  4. Invierno Porteño

Astor Piazzolla schrieb "Verano Porteño" (Sommer in Buenos Aires) 1964 als Eröffnung des Balletts "Concierto del Angel". Erst Jahre später hat er diesen Satz zu einem ganzen Zyklus "Las Cuatro Estaciones Porteñas" (Die Vier Jahreszeiten) ergänzt. Dass er sich dabei schon von Anfang an auf den Zyklus von Vivaldi bezogen hat, zeigt das Zitat aus dessen "Winter" am Ende des "Verano" (den entsprechend verschobenen Jahreszeiten auf der südlichen Hemisphäre Rechnung tragend).

1969 hat er mit dem "Otoño Porteño" (Herbst in Buenos Aires) den zweiten Teil vollendet. In "Las Cuatro Estaciones Porteñas" vereint Piazzolla Stilelemente verschiedenster Herkunft: Die typischen Rythmen und Harmonien des argentinischen Tangos gestaltet er mit den Kompositionstechniken der neuen europäischen Musik verbunden mit Elementen des Jazz.